Korsika 2003
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Obwohl es für uns beide die erste Nachtfahrt übers Meer war, verlief die Fahrt ohne Probleme. Nach traditioneller Manier haben wir den geplanten Kurs auf der Seekarte eingezeichnet und mit dem Dreieck bestimmt. Gesteuert wurde nach Kompass und alle zwei Stunden haben wir unseren Standort mit zwei GPS-Geräten bestimmt (schließlich hat jeder von uns eins, und die sollten ja auch mal zum Einsatz kommen). Dabei zeigte sich eine leichte Versetzung nach Westen in der Größenordnung von 2 - 3 sm, weil wir keine Versetzung durch Wind eingerechnet hatten, später segelten wir entlang der Ideallinie.

Um das lästige ständige Kompass-Gucken zu vermeiden hielten wir uns beim Steuern am Tag an Wolkenformationen und bei Nacht an den Mars, der in diesen Tagen das weitaus hellste Gestirn darstellte. Auch als bereits kurz nach 22 Uhr das Leuchtfeuer von Revellata nordwestlich vor Calvi am Horizont auftauchte, war es wegen dessen längerer Dunkelphase bequemer, sich nach dem Mars zu orientieren.

Hier zeige ich eine Aufzeichnung von meinem GPS (Etrex Vista). Bei der nächtlichen Ansteuerung von Calvi hätten wir die beiden Kaps doch ziemlich knapp geschrammt, daher haben wir den deutlichen Bogen in östliche Richtung gemacht, um uns der Stadt auf sicherem Kurs zu nähern..

Hier sitzen wir bereits beim Frühstück in Calvi. Am Mittwoch, dem 20. August, sind wir morgens in Antibes losgefahren, nach knapp 100 Seemeilen und 19 Stunden Überfahrt unter Segel und Motor haben wir donnerstags um 03.30 Uhr den Hafen von Calvi erreicht.

 

An der Tankstelle bei der Deutschlandflagge haben wir nachts um halb vier festgemacht, morgens um acht klopfte es schon ans Boot: "Monsieur, Monsieur..!"

Also war Frühaufstehen angesagt, Josef tankte voll und wir fuhren zum Anmeldesteg, wo uns ein Gehilfe erklärte, es gebe zur Zeit keine freien Liegeplätze, wir sollten um 12 Uhr die Capitainerie über UKW-Kanal 9 anrufen, bis dahin seien evtl. Boote ausgelaufen und hätten Liegeplätze freigemacht. "Wo können wir den warten?" - "Draußen in der Bucht" war die Antwort. Als wir nur so zum Gucken durch den Hafen tuckerten, rief uns ein anderer Hafenmitarbeiter an: "Qu' est-ce que vous cherchez?". "Einen Liegeplatz für ein paar Tage" war unsere Antwort, und er zeigte uns gleich zwei zu unserer freien Auswahl. Wir wählten den mit dem seitlichen Catway, und konnten uns die Mühe mit einer stets dreckigen  Mooringleine sparen.

 

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